Mittwoch, 1. März 2017

März. Schon! Tempus fugit....

Die Zeit flieht! Ein Satz, den ich gar nicht mehr verwenden möchte... aber momentan passt er wieder ganz gut. Schon ist das neue Jahr so richtig angelaufen, es geht mit großen Schritten auf den Frühling zu, auch wenn das Wetter uns noch darüber hinweg täuschen will, und die Tage werden wieder länger.

Im vergangenen Winter habe ich interessante Dinge gelernt. Anfangs skeptisch, habe ich das Meditieren für mich entdeckt, und auch eine für mich unflexiblen Knochen machbare Art von Yoga. Ich befasste mich viel mit dem Thema Achtsamkeit, dass heutzutage so aktuell wie nie ist und auch in Vieler Munde. 
Der Achtsamkeit, dieser aufmerksamen Wertschätzung dem Leben gegenüber, verdanke ich es, dass mein Leben für mich wieder ganz neu und in einer anderen Weise an Bedeutung gewinnt. 
Diese einfache, friedliche Freude an Allem, was das Leben und die Welt so ausmacht, ist unbezahlbar. 




Natürlich gibt es immer irgendwelche Stolpersteine, Schicksalsschläge und schlimme Erlebnisse. Davon ein gerüttelt Maß, ich möchte sogar sagen, dass es jetzt mal reicht damit. Ich habe jedoch den Eindruck, dass diese achtsame Art zu denken, die auch das Verhalten beeinflusst, maßgeblich dazu beiträgt, diese Widrigkeiten einigermaßen gut zu durchleben, zu überleben. 

Achtsamkeit in allen Bereichen. "Tust du Etwas, so tue es mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand!" Trinkst du Kaffee, dann trinke deinen Kaffee, nimm dir bewusst Zeit, diese Tasse zu genießen. Isst du eine Mahlzeit, dann rieche, schmecke und genieße sie und sei dankbar. Verbringst du Zeit mit deinen Lieben, dann sei ganz da, ganz in dem Moment, und denke nicht über Dinge nach, die noch getan werden sollten. Genieße ihr Sosein, ihr Lachen, ihre Ausstrahlung, die Liebe, die da ist. Musst du Arbeiten verrichten, tue es von ganzem Herzen und konzentriere dich auf jede Handlung.(Put-zen!)

Und so könnte man immer weiter sinnieren. Ich glaube, dies ist der Schlüssel, der uns wieder zu einem reicheren Leben verhilft. Wie oft hasten wir durch die Tage und haben am Ende das Gefühl, gar nicht mehr ganz wahrzunehmen, was denn nun eigentlich läuft in unserem Leben. Wir funktionieren, reagieren, üben uns im Multitasking, sind auch noch stolz darauf. 
Wir wollen erklimmen, erreichen, darstellen. Haben, erwerben, bekommen. Ich für mich ziehe da die Reißleine. Was ich wirklich möchte, ist leben. Ich will meine Liebsten genießen, für sie da sein und mich an ihnen freuen,mich auch mal über sie ärgern, aber immer mit ihnen sein. Ich möchte die Schönheiten dieser Welt erleben und genießen, erfühlen, riechen, schmecken. Dafür braucht es kein dickes Bankkonto.

Und, wenn mir dieses Privileg gestattet ist, ich möchte etwas von dieser Denkweise weitergeben können. Ein Kind, dass diese Welt als das Wunder begreift, dass sie ist, lernt Wertschätzung von ganz alleine. Ein Kind, dass Dinge von ganzem Herzen tut, weil sie ihm wichtig sind, hat keine Zeit, sich in Selbstzweifeln zu verlieren. Ein junger Mensch, der gut auf sich acht gibt und weiß, wie er seine Seele schützen kann, wird nicht von jedem Sturm umhergeweht. Ein Kind, das lernt, die Dinge, die es umgeben, wertzuschätzen, wird ein zufriedenerer Mensch sein. Mit dieser Lebenseinstellung wird es auch seinen Nächsten achten wie sich selbst. 



Wenn wir wirklich lebendig sind, ist alles, was wir tun oder spüren, ein Wunder. Achtsamkeit zu üben bedeutet, zum Leben im gegenwärtigen Augenblick zurückzukehren.

Ihr solltet Meditation üben beim Gehen, Stehen, Liegen, Sitzen und Arbeiten, beim Händewaschen, Abspülen, Kehren und Teetrinken, im Gespräch mit Freunden und bei allem, was ihr tut. Wenn ihr abwascht, denkt ihr vielleicht an den Tee danach und versucht, es so schnell wie möglich hinter euch zu bringen, damit ihr euch setzen und Tee trinken könnt. Das bedeutet aber, daß ihr in der Zeit, wo ihr abwascht, nicht lebt. Wenn ihr abwascht, muß der Abwasch das Wichtigste in eurem Leben sein. Und wenn ihr Tee trinkt, dann muß das Teetrinken das Wichtigste auf der Welt sein.
                                                     

Der Buddhismus ist mir sehr sympatisch. Auch wenn ich noch lange nicht viel darüber weiß, so treffen mich viele Worte und Aussagen direkt ins Herz. Da ist noch viel zu lernen..... besonders die weisen Gedanken des vietnamesischen Mönches Thích Nhất Hạnh lese und bedenke ich sehr gern. Seine Worte zeugen von Weisheit und Menschenliebe.




1 Kommentar:

Rostrose hat gesagt…

EIn wunderschöner und sehr zum Nachdenken anregender Beitrag, liebe Gabi! Und er passt auch gut zu ANL - denn dies ist ja die Abkürzung für ACHTSAMKEIT, NACHHALTIGKEIT, LEBENSQUALITÄT. Zumindest die Achtsamkeit und die Lebensqualität werden hier schon sehr gut angesprochen :-) Ich würde mich also freuen, wenn du deinen Beitrag in meinem nächsten ANL-Linkup (ab 15.3.) verlinkst!
Herzliche Rostrosen-Wochenendgrüße,
Traude
http://rostrose.blogspot.co.at/2017/03/namibia-teil-11-action-reicher-lowentag.html