Montag, 17. Februar 2014

Experiment am lebenden Menschen....

.... der Proband bin ich selbst! Vor einiger Zeit habe ich etwas ganz Neues gestartet. Im Rahmen meiner neuen Lebenseinstellung " Raus aus der Komfortzone!" und " Gegen angepasstes Verhalten!" Habe ich einen Blick auf meine Ernährung geworfen!

Hier geht es nullkommanichtnixgarnicht um das Thema Abnehmen. Sondern darum, meine ganz eigene Art der Ernährung herauszufinden.

Ich bin sonst ein sehr angepasster Mensch... der Mann liebt Brot, schnell gekochte Gerichte, gern auch mal aus der Dose, der Schale, der Pommesbude. Um des lieben Friedens willen, und weil ich es hasse, wenn jemand an meinem Gekochten herummäkelt, habe ich bislang sehr angepasst gelebt.
Mit der Zeit entwickelte ich immer mehr Unverträglichkeiten, ich, die früher einen Pferdemagen hatte und für ihre Kinder nur ganzheitlich und vollwertig gekocht hat.

Die leise Abneigung gegen Brot, Zucker und andere Kohlehydrate dieser Art spürte ich schon lange. Auch der Ekel vor Schweinefleisch und Rindfleisch, bei deren Verzehr mir immer gleich Bilder von den armen, geschundenen Kreaturen vor Augen schießen, war immer da.
Milchunverträglichkeit sowieso.

Nachdem ich mittlerweile Magen-, Haut und diverse andere Probleme entwickelt habe, habe ich für mich beschlossen: ES REICHT!

Momentan probiere ich aus, was ich esse, wenn ich nur zu mir nehme, was ich auch wirklich möchte! Genau das, was mein Körper in diesem Moment haben will!

Nur essen, was ich auch wirklich und wahrhaftig essen möchte heißt: Wenn ich jetzt Hunger auf ein halbes Kilo Bacon hätte oder auf ein Kilo Schokolade, müsste ich es essen. Einfach, um herauszufinden, was es mit mir macht. Der gesundheitlichen Risiken wäre ich mir natürlich bewusst...und einkaufen müsste ich auch noch schnell! :)

Aber nun, nach einiger Zeit des Inmichhineinlauschens und Ausprobierens, haben sich erstaunliche Dinge herauskristallisiert:

Brot zum Frühstück? Bwääh! Mein Körper bevorzugt jeden Morgen eine Portion gekochten Basmatireis mit Champignons, Zucchini, Tomate und oder Paprika, dazu einen Klecks Frischkäse und Gewürz. Hört sich vielleicht abartig an, ist aber so! Für dieses Frühstück würde ich ein teures Brunch sausen lassen! Am Wochenende, wenn wir so gegen 10 frühstücken, mag ich auch Brötchen. Aber in der Woche bleibt es im Moment beim Reis.

 
 
 



Damit bin ich meist satt bis zum frühen Abend. Die Portion ist auch groß genug. Wenn wir dann "Essen, was man will!" spielen, und mein Mann selig lächelnd seine Fertigcurrywurst in die Mikrowelle schiebt ist es bei mir meist eine Suppe! Ich liebe Suppen! Hühnersuppe my favorite! Aber unter der Woche tun es auch einfache Gemüsesuppen: Möhren, Kartoffeln, Suppengewürz. Bohnen, Kartoffeln, Suppengewürz. Blumenkohl...usw. usw.
Mein Mann sagt dann immer: "Wer soll das Alles essen, bitteschön!" Ich rechne ihm dann immer geduldig vor, dass meine Gemüsesuppe nur einen Bruchteil der Kalorien seiner ekeligen Currywurst hat.
Zwischendurch esse ich Bananen und Pomelos. Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt, mir eine eigene Bananenstaude.... nein, Quatsch! Aber mein Bananenkonsum ist hoch!

Wenn ich unser Abendessen plane, gibt es meist was mit Huhn oder Fisch oder ganz ohne Fleisch. Ab und an auch überbacken und lecker fettig. Aber immer irgendwie.... gesünder.

Süßes esse ich ab und an gerne, aber wirklich nur in Maßen. Die harte Tour, der Vollverzicht, ist mir nicht geglückt, aber seit ich so individuell esse, ist das Bedürfnis danach nicht mehr halb so groß! Eine Banane mit einem kleinen Klecks Nutella befriedigt mehr, wie ein Riegel überzuckerte Vollmilchschokolade.

Und mein Glas Rotwein alle paar Abende, das ist auch geblieben! Rotwein in Maßen ist gut für mich, habe ich festgestellt. Ein Glück, dass mein Körper mir ziemlich schnell mitteilt, wann es zu viel wird! Die Grenze ist recht flott erreicht bei mir, worüber ich sehr froh bin!

Ob sich was verändert? Bislang habe ich das Gefühl, die Magenprobleme werden weniger. Das Völlegefühl und der aufgeblähte Oberbauch gehen zurück. Sicherlich dauert es noch ein wenig, bis sich weitere Resultate zeigen, und bestimmt wird sich das Ein oder Andere noch ändern. Aber es scheint ein guter und interessanter Weg zu sein!

Jetzt muss ich nur noch eine Trinkchallenge beginnen!! :))
Trinken tue ich leider von jeher zu wenig, wenn ich nicht darauf aufpasse!
Ich werde berichten, wie es weitergeht!

Sonntag, 16. Februar 2014

Sehnsuchtsposting....

..... die Welt um mich herum erwacht langsam wieder aus dem Winterschlaf. Da ist so ein Gefühl in der Luft, getragen von altbekannten Gerüchen, Vogelgezwitscher und Eindrücken von erstem, vorsichtig aus der Erde spitzendem Grün. Es ist länger hell, und die Übergänge von Nacht zu Tag und von Tag zu Nacht werden von geliebtem Amselgesang begleitet. Ich weiß gar nicht, ob sie früh dran sind dieses Jahr, die Amseln, habe mich aber so sehr gefreut, sie wieder zu hören.

Mit dem Aufbruch in die wärmere Jahreszeit kommen auch die Sommergefühle wieder. Ich möchte dieses Jahr so gerne einmal wieder barfuß am Meeresrand entlangspazieren, mir den Seewind um die Nase wehen lassen, die Sonne auf der Haut genießen! Ich möchte Salz auf den Lippen spüren und abends glücklich und müde von einem erlebnisreichen Strandtag in mein Bett fallen, nachdem ich mir den Mond angeschaut habe, wie er sich in den sanft wiegenden Wellen spiegelt. Es ist schon so lange her, dass ich an der Nordsee war. Dabei ist es von hier aus gar nicht weit, nicht mal zwei Stunden.

Meine schönsten Erinnerungen sind mit der Nordsee verknüpft. Wilde Fahrten mit den Strandcarts, Drachen steigen lassen und sich gegen den Wind stemmen, seine ganze Kraft spüren, Muscheln sammeln mit meinen Kindern, Verstecken spielen in den Dünen, bis es dunkel wird und das schwindende Tageslicht dem Spiel eine weitere Dimension hinzufügt.....

Wird Zeit, dass ich wieder hinfahre und für Erinnerungsnachschub sorge.....