Dienstag, 25. März 2014

Tiefer Schmerz. Bei vollem Bewusstsein selbst zugefügt.

Merkwürdiger Posttitel.....
aber genau so ist es. Denn ich habe gestern zwei meiner geliebten Katzen abgegeben. Einfach, weil ich, bzw. wir, ihnen nicht mehr gerecht werden konnten. Die Zeit reichte nicht aus, und meine beiden "großen" Katzen, Lutz und Sari, wurden mehr und mehr zum Anlass ständiger Schuldgefühle. Sie tigerten ruhelos in unserer nicht so großen Wohnung herum, langweilten sich fast zu Tode, und man merkte ihnen die Unzufriedenheit regelrecht an. Auch fingen beide an, die "Kleine" zu quälen, und das war gar kein Zustand mehr. Man musste ständig auf der Hut sein und die Katzen zwischen den einzelnen Zimmern verschieben. Irgendwann waren mein Mann und ich dann so fertig mit den Nerven, dass wir uns zu diesem schweren Schritt entschlossen haben.

Gestern haben wir sie zu einem netten, jungen Ehepaar gebracht, Gott sei dank konnten sie wenigstens zusammen dorthin. Dort herrscht nun große Freude über den Familienzuwachs, und ich hoffe, es dauert nicht so arg lange, bis die Beiden sich dort eingewöhnt haben.

Jetzt sitze ich hier und bin überrascht, wie stark meine Trauer ist. Vehement wehre ich mich gegen alle " Hätte, wenn und aber" und versuche, nur die positiven Aspekte, die es zweifelsohne gibt, zu bedenken....
Es gibt so Tage, da denkt man:" Danke, Leben. Für diesen Monat reicht es dann erstmal!"


Kommentare:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

ich wünsche dir viel Kraft.

Sonnige Grüße
Elisabeth

sticknadel-petra hat gesagt…

Mach dich nicht so fertig. Katzen leben in der Gegenwart. Wir haben 6, weil wir die 4 Kinder der Mutter auch behalten haben. Sie haben Auslauf, aber nachts wollen wir sie hier wissen, aber oft fühle ich mich mit dieser großen Meute überfordert, wollte ich doch nach dem großen Hund überhaupt nie mehr ein Tier.
Positiv ist doch, dass sie zusammenbleiben konnten und du ja nachfragen kannst, wie es ihnen geht usw.
Die erste Katze hab ich von meinem Bruder bekommen, weil wir Differenzen mit einem Nachbarn hatten, der nicht klar gekommen ist, dass seine Katze unbedingt in unser Haus will. Wir wollten sie eh nicht behalten, aber das Aufwärmen vor dem Holzofen im Winter hab ich ihr einfach gegönnt. Also haben wir die Lieblingskatze meines Bruders bekommen, da er wollte, dass sie einen Platz im Haus hat, weil sie ja so verschmust und personenbezogen ist. Sie hat ihn und ihr Leben dort zu keiner Zeit vermisst. Die Vorteile hier hat sie offensichtlich klar erkannt.
Die jüngere Schwester von ihr haben wir aufgenommen, damit sie hier in Sicherheit ihre Jungen bekommt, dann hätten wir sie wieder meinem Bruder geben können. Wollten wir nicht mehr.... hier im Wohnzimmer geboren, von Anfang an der Kontakt zu uns, das konnten wir dann nicht mehr.
Also trotz Trauer, Kopf hoch, ein besseres Leben ist man den Tieren schuldig. Ich bin unserem Hund bzgl. Auslauf usw. auch nicht gerecht geworden und hatte immer ein schlechtes Gewissen, das tu ich mir kein weiteres Mal mehr an, mir nicht und keinem Tier.

Gabi hat gesagt…

Danke für eure lieben Kommentare! Das stimmt schon so. Ich geb mir noch 2 Tage Trauerzeit, und dann wird nach vorne geschaut! :) LG Gabi