Freitag, 31. Oktober 2014

Ein bisschen Halloween geht immer!

Ich bin ja nicht so für all diese neumodischen Festivitäten.... aber für unsere Grundschüler ist Halloween ein ganz normales Fest wie seit jeher Weihnachten und Ostern auch. Und, ohne damit Wertigkeiten zu vergeben, damit müssen wir umgehen!

Also haben wir für unsere Kinder in der Nachmittagsbetreuung ein kleines Halloweenfestchen geplant. Im Prinzip wie letztes Jahr auch schon, nur waren letztes Jahr nur halb so viele Kinder da, die es zu belustigen galt!

Die Kollegin ist spezialisiert auf ekelige Getränke aller Art, und sie fertigte einen großen Topf Blutpunsch an, dazu den allerseits beliebten grünen Schneckenschleim und die immer wieder für schockierende Momente sorgende blutige Hand!

Und ich habe mich heute morgen hingestellt und unendlich viele Spinnenwebküchlein und Hexenwurzkekse gebacken!


 
... ja, das ist ekelig! Soll es ja auch sein. Aber "in Echt" handelt es sich hier um einen sauberen Einwegsilikonhandschuh, der mit einem hochwertigen Smoothie gefüllt eine Nacht im Eisfach verbracht hat!

 
.. nach der OP landet die blutige Hand in der hellgelben Bowle und wenn sie schmilzt, gibt das schöne, rote Schlieren.... :)

 
In diesem Jahr habe ich es mir gespart, Erdbeermarmeladeflecken in die Gugelhupfis zu streichen und zu behaupten, es wären Vampirkuchen. Das kam letztes Jahr nicht so gut, und ich musste umfassende Aufklärung betreiben, was die Zutaten betraf...



 
 
Frau K. und Frau Pyrgus doing the Hogwarts thing.... echt jetzt, ich glaube, da wäre ich gern pädagogische Fachkraft höhö.

Die Bilder sind alle ein bisschen unscharf, kommt vom Dauerstress :)


Die Kinder, es waren 50 (puh) an der Zahl, durften sich, sofern gewünscht, verkleiden, um dann mit uns einige gruselige Spiele zu spielen und eine schaurig schöne Geschichte zu hören.

Bis auf die üblichen Nörgler, die wahrscheinlich nur zufrieden gewesen wären, wenn wir ihnen ein Tablet mit ihren Lieblingsspielen in die Hand gedrückt hätten, war das kleine happening recht erfolgreich!
Hoffen wir einfach, dass es unseren Schützlingen in schöner Erinnerung bleiben wird.


Ich weiß, dass die Meinungen zu Gruseleien aller Art auseinander gehen. Da gibt es die Eltern, die die Kinder möglichst von so etwas fern halten wollen, weil es sich vielleicht nicht mit ihrem Glauben vereinbaren lässt, oder weil sie Angst haben, dass Kind könnte seelischen Schaden davon tragen.

Die Erfahrung lehrt aber, dass gerade, wenn diese Themen relativ humorvoll in solch einem Rahmen  abgehandelt werden, die Kinder lernen, auf eine gute und starke Art damit umzugehen. Sie bekommen mit, dass auch die Klassenkollegen sich mal gruseln, oder dass die unheimliche Geschichte, die vorgelesen wird, ein gutes Ende hat. Sicherlich ist es besser, so auf dieses Thema einzugehen, als es zu vermeiden, zu umschiffen und damit erst recht mulmige Gefühle hervorzurufen.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Den Kopf freipusten........

Wochenende! Im Moment heißt das für mich in erster Linie, den summenden und brummenden Schädel wieder frei zu bekommen. Wer wie ich ein sensibler Mensch ist, der kennt das. Ob man will oder nicht, jede, aber jede noch so kleine Begebenheit hinterlässt eine Trittspur auf der Seele. Mein Kopf kommt damit klar, aber es dauert, bis ich wieder geordnet bin und mich wohl in mir fühle.

Dabei helfen mir ein wenig Yoga und/ oder Pilates, handarbeiten oder ein schöner Spaziergang!

Heute, im Licht der schwächer werdenden Sonne, sind wir eine Runde um "den See" gegangen. So schöne Fotomotive, und dann nur meine Handycamera, die diesmal wirklich an ihre Grenzen kam. Zumindest in meiner Hand... :)



 
....goldene Sonnenstrahlen treffen auf sanfte Wellen....

 
....abendliche Futtersuche.....

 
... Kormorane, die angeblich "hinterhältigen Fischjäger", die den Anglern ihre Beute streitig machen! Ich finde sie total interessant! Schade, noch mehr zoomen ging nicht....

 
....was für ein friedliches Bild. Wenn man die Tiere längere Zeit beobachtet, wird man selbst wieder ganz ruhig und besinnt sich auf das Wesentliche. So geht es mir zumindest.....

 
Zu Hause gab es dann noch ein Stückchen vom leckeren Apfelkuchen. Ich versuche mich momentan an der low carb Bäckerei, und so besteht dieser Kuchen aus nur wenig Vollkornmehl, die Hauptzutat ist Mandelmehl. Zum Süßen habe ich meine low carb Aromatropfen verwendet, lediglich auf die Äpfel kam insgesamt ein Eßl. Rohrzucker. Sehr lecker! Ich werde weiter experimentieren!!! Muhahaha....

 
Und dies.... war eher ein Schuss in den Ofen! Mandelmus ist teuer, und ich dachte mir, ich versuche es einfach selbst zu machen. Der leistungsstarke Mixer ist da, und er wird den Mandeln ihr Öl schon abtrotzen und eine tolle Creme zubereiten....dachte ich. Klein gehackt waren die zuvor gerösteten Mandeln in kürzester Zeit, aber um wirklich eine brauchbare Creme daraus zu erhalten, hätte der arme Mixer sicherlich Stunden gebraucht. Also habe ich, wie ich es gelesen hatte, ein wenig hochwertiges Öl zugegeben. Und noch ein wenig... und noch ein wenig... naja, endlich wurde so etwas wie ein Paste daraus. Herzlich wenig von 250 g Mandeln. Das Ganze musste ich nun umständlich aus dem Mixer schaben, das Reinigen desselben hat ziemlich lange gedauert. Zu guter Letzt habe ich noch einen Löffel Kakao untergerührt, und nun habe ich hier einen großen Klecks, zugegeben hoch aromatischer, leckerer  Mandelpaste, die ich nicht essen kann, weil sie so dermaßen fettig ist! :) Macht aber nix, die kommt in den nächsten Kuchen!
Fazit: Ich denke, Mandelmus aus dem Glas ist schon seinen Preis wert. Vor allem, wenn es sich um reines Mandelmus handelt. Nächstes Mal kaufe ich es wieder beim Bioladen meines Vertrauens.
 
 

Montag, 20. Oktober 2014

Eine Fritte mit Andalouse!

Wenn die Überquerung der holländischen Grenze mich schon in Urlaubsstimmung bringt, dann trifft das noch mal verstärkt auf einen Besuch im belgischen Nachbarland zu! Fahr über die Grenze, und du meinst, du wärest in Frankreich! Dörflich, romantisch, altmodisch, manchmal mittelalterlich und anheimelnd muten die kleineren Städtchen an...zwischendrin viel Grün, große Weiden und Felder. Der frankophile Mensch fühlt sich dort wohl, zumal direkt hinter der Grenze französisch gesprochen wird.


Kleiner Exkurs: Der Süden Belgiens ist mit den Wallonen französisches Sprachgebiet, der Norden, dort leben die Flamen, niederländisches, und der Osten eher deutschsprachig. Das Land mit seinen ca. 11 Millionen Einwohnern wird regiert von einer konstitutionellen Erbmonarchie, das bedeutet, die Macht des Monarchen ist durch eine Verfassung eingeschränkt. Der belgische Bundesstaat setzt sich aus drei politischen Gemeinschaften zusammen, der deutschen, der französischen und der flämischen Gemeinschaft.

 

Kommt man in die etwas größeren Städte, so erlebt man, dass die drei Amtssprachen wie selbstverständlich nebeneinander genutzt werden, Hinweisschilder, Straßennamen und ähnliches sind oft in allen drei Sprachen verfasst.

So gern wollte ich mal wieder einen Abstecher dort hin machen! Und, da der Mann nicht so sehr davon fasziniert ist durch altertümliche Städtchen zu flanieren, musste ein Lockmittel her! Was eignet sich da besser als die hochgelobten, weltbesten belgischen Pommes Frites, im normalen Sprachgebrauch einfach "ne Fritte" genannt. Um diese Fritten kursieren im Grenzgebiet die kuriosesten Vermutungen. Von "Braten in Wagenfett" ist da die Rede! Von Geheimrezepturen und anderen kruden Ideen.

 
Ganz egal, die Belgier als Erfinder dieser Köstlichkeit verstehen sich auf das Fritieren der Kartoffelstäbchen wie sonst keiner. Mit der richtigen Temperatur und frischem Fett zubereitet sind sie ein richtiger Gaumenschmaus! Eine Schale Fritten in einer guten belgischen Frittenbude ziehe ich so manchem Restaurantbesuch vor! Und da wir das wirklich selten machen, fürchte ich die bösen Transfettsäuren nicht.
Ich bestelle meine Portion immer mit einer scharfen Mayonnaise, genannt Andalouse!




So sind wir also losgezogen gen Eupen, welches ca. 40 km von uns entfernt ist. "Auf der Suche nach einer Frittenbude" (hihi) sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben uns die wunderschönen Häuser und Läden, die Gassen und die Menschen angeschaut. Auch in Belgien kommt es mir so vor, als würden die Uhren langsamer laufen, die Zeit langsamer vergehen, Alles erscheint viel gemütlicher, die vielersehnte Entschleunigung scheint es doch zu geben...

 
 

 

 


Und nach einem wundervollen, sonnigen Herbsttag mit Augen- und Gaumenschmaus fuhren wir zufrieden wieder nach Hause. Was haben wir es doch gut! Und wären wir ein wenig früher losgefahren, hätten uns ein bisschen besser vorbereitet, wir wären spontan bis zur Nordsee durchgefahren.... Sind ja nur knapp 2 h Fahrzeit bis dorthin.





 
....und als wäre dies alles nicht schon genug, habe ich am Ende des Tages Gold gefunden......

 
Nachtrag: Das Goldblatt schicke ich zu Blickdienstag bei der Kruemelmonster AG!




Samstag, 18. Oktober 2014

In heaven..... Blicke vom Balkon!

Ich liebe es, des Abends von unserem Balkon aus Richtung Wald zu schauen. Man sieht die Baumwipfel verschiedenster Laub- und auch einiger großer Nadelbäume.
Meinen Blick so über den abendlichen Himmel schweifen zu lassen, hat etwas Tröstliches für mich. Ich erinnere mich daran, dass ich dies schon als kleines Mädchen immer gern tat.

Damals war der Mond noch der Mond, ein guter Begleiter am Abend und in der Nacht, ein zuverlässiger Freund, der das Dunkel erhellt. Ich liebte Kinderlieder und Gedichte, die den Sternen und dem Mond gewidmet sind. Meine Martinslaternen waren meist von einem intensiven Dunkelblau, geschmückt mit den schönsten Himmelskörpern....

 
Wen wundert es, dass ich im Laufe der Zeit, mit zunehmendem Verstand, eine Vorliebe für die Astronomie entwickelte. Nun ist der Mond nicht mehr der gute, alte Mond aus Liedern und Gedichten, sondern ein Erdtrabant, welcher mit einem Durchmesser von 3476 km die Erde in zyklischen Abständen umkreist.

 
Eine Sternschnuppe löst in mir nicht mehr diese kindliche Verzückung aus, diesem Naturschauspiel exklusiv beigewohnt zu haben, verbunden mit dem Glücksgefühl, mir nun Etwas wünschen zu dürfen, sondern ruft sonderbare Gedanken über Kometeneinschläge und Naturkatastrophen auf den Plan.

 
Und das Flackern der Sterne bedeutet nicht, dass sie mir vertraulich zublinken, sondern erklärt sich selbstredend über das Phänomen der Szintillation, begründet in der Lichtbrechung durch die Erdatmosphäre.


Wissen und Verstehen ist toll. Aber wie schön war doch die alte Geborgenheit des kindlichen Unwissens, das "sich behütet fühlen" durch die Regelmäßigkeit dieser natürlichen Abläufe, der angst- und unwohlfreie Blick in den schönen Nachthimmel.....


Weisst du wieviel Sterne stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt? 
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
an der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl. 
 
Weißt du wieviel Mücklein spielen
in der hellen Sonnenglut?
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott, der Herr, rief sie mit Namen,
daß sie all' ins Leben kamen
Daß sie nun so fröhlich sind
Daß sie nun so fröhlich sind.
 
Weißt du wieviel Kinder schlafen,
heute nacht im Bettelein?
Weißt du wieviel Träume kommen
zu den müden Kinderlein?
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
kennt auch dich und hat dich lieb,
kennt auch dich und hat dich lieb.
 
Weißt du, wieviel Kinder frühe
stehn aus ihrem Bettlein auf,
Daß sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen,
Kennt auch dich und hat dich lieb.
Kennt auch dich und hat dich lieb.


...und ab damit zur Raumfee Katja. Sie sammelt jeden Samstag schöne Himmelsbilder! Danke dafür!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Darf ich noch? Oder muss ich schon....

Dieser Tage bin ich mit dem Ausmisten und Umräumen meiner Kleiderschränke beschäftigt. Ja. Schränke.... denn wir haben so einen großen Dreierschlafzimmerschrank, und davon gehören 2 Sektionen selbstredend mir!
Ich habe ziemlich viele Kleidungsstücke, begnüge mich bei einigen aber gewohnheitsmäßig damit, sie mal aus dem Schrank zu holen, für gut zu befinden, einmal drüber zu streicheln und mit dem Versprechen, sie bald mal endlich wieder anzuziehen, wieder verschwinden zu lassen.

Dann gibt es da noch die Kleidungstücke, die ich so sehr liebe, dass ich sie unmöglich, UNMÖGLICH! wegtun kann! Obwohl ich vielleicht müsste... denn sie sind nicht mehr.... *hust, altersgemäß?!

Da gibt es diesen Jeans Minirock... ich liebe ihn wegen seiner Länge, seiner Form, seiner Farbe, er passt so gut, er weckt schöne Erinnerungen..... aber es ist eben ein Minirock. Weit überm Knie. Gut, man könnte jetzt sagen es ist eine Pulloververlängerung und zieht eine Leggings drunter, .....

 
Oder der schicke schwarze Netzpulli.... vielgeliebt, und er sieht immer noch ganz fit aus! Aber geht das wirklich wenn man..... ich sag mal.... naja es sind noch drei Jahre bis...
 
 
 
Oder diese Lederimitatleggings! Fand ich total heiß, und das als Pummelfee. Ne, ich glaub das geht so gar nicht mehr, wenn man bald die 5 vorne stehen hat....
 
 
Andererseits.... jetzt kann es mir doch egal sein! Weder suche ich ein Männchen noch muss ich mich mit der weiblichen Konkurrenz messen. Da steh ich mittlerweile (ein paar Zentimeterchen) drüber. Also, vielleicht noch für die verbleibenden 3 Jahre mit der 4 vorne. Aaaaber dann!!! Dann wird rigoros umgestellt.....
 
Einerseits, ich fände es schön, würde ich endlich so etwas wie einen eigenen Stil entwickeln. Natürlich habe ich einige Vorlieben, und greife beim Kleiderkauf bevorzugt zu Cardigans, Tuniken, Hosen, möglichst aus natürlichen Materialien. Aber von Stil lässt sich hier noch nicht sprechen.
 
Andererseits, das Bild, das ich von mir im Kopf habe, ist sowieso mehr so die fröhlich und weise schauende, alte Dame, offene Arme, offenes Herz, in Jeanslatzhose und Karohemd. ( Ja! Ja! Ich weiß!!! Die Waltons!!) Und ich glaube, ich könnte noch so sehr die vornehme Dame mit edlem Zwirn und hohen Hacken versuchen, im Herzen werde ich immer eine Countryoma sein!
 
 
 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Friedlicher Sonntag.

Aachen ist meine Herzensstadt. Sie hat nichts von dem Zauber verloren, den sie seit nunmehr 24 Jahren auf mich ausübt. Ich kann mich daran erinnern, dass das Wort Aachen schon als Kind ein schönes, mit guten Gefühlen verbundenes für mich war. Warum weiß ich nicht, ich war in meiner Kindheit niemals hier.  Und ich liebte Aachen schon damals, als wir aus dem Sauerland hierher zogen, zwei kleine Jungs im Schlepptau, ein Koffer voller Träume und Pläne, junge Herzen voller Elan und Freude, einen Neuanfang zu wagen.

Aachen steht für mich für warme Gemütlichkeit, wunderschöne Gebäude und Gassen, Printenduft, Multikulti und Studententrubel. Dann gibt es aber auch die andere Seite, die klassische, schöne, ruhige, erholsame. Das Aachener Theater, die Kurgebiete mit den Thermalquellen, dafür steht Bad Aachen. Die angrenzende Eifel, die Nähe der holländischen und belgischen Grenze. Ich könnte noch viel erzählen und vorschwärmen, das würde ein unendlicher blogpost werden!

Aber ich möchte doch ein paar Bilder zeigen von Aachens schönstem Kurviertel, Burtscheid. Dort gehen mein Mann und ich gern mal sonntags spazieren. Obwohl es nicht sehr groß ist, fühlt man sich dort irgendwie ganz Besonders. Es ist, als würde die Zeit anders verlaufen. In Burtscheid sind einige Kurkliniken und dementsprechend ist es dort ein wenig wie "im Urlaub".



 
Das ehemalige Rathaus.... ein wunderschönes Gebäude im römischen Stil. Burtscheid wurde erstmals urkundlich im Jahr 1018 erwähnt. Schon vor dieser Zeit wurde es als Ansiedlung von Kelten und Römern genutzt.

 
Die Kirche St. Michael, eines der beiden imposanten Gotteshäuser in Burtscheid. Wunderschön gelegen am Kurpark ....

 
Blick in den Abteigarten... immer, wenn ich in Burtscheid bin, muss ich hineinschauen! Es ist, als blicke man in ein verwunschenes Gärtchen.

 
...heillos romantisch. Ich liebe solche Orte....

 
Diese kleine Straße führt zum Kurpark. Narnjalaternen....

 
Tafel mit Inschrift an der Kirche St. Michael....

 
Biotop im Kurpark....



 
Aachen hat an einigen Orten einen schönen, abwechslungsreichen Baumbestand. Hier fallen besonders die großen Trompetenbäume mit den Riesenblättern und den langen, harten Schoten auf. Sie sind wunderschön anzuschauen!
 
 
Das war eine kleine Auswahl an Bildern, die ich ( wie immer) mit dem Handy gemacht habe. Aber die Anschaffung einer kleinen Kamera ist in Planung... zumindest bei mir, muss meinen Mann noch einweihen :)
 
In einer ortsansässigen Traditionsbäckerei holten wir uns noch ein leckeres Cremeteilchen, ( ja, eins für uns Beide)  welches wir zu Hause gerecht teilten und mit einer schönen Tasse Kaffee genossen.
 
Couching Time wird bei uns ganz groß geschrieben, und so verbrachten wir beinahe den ganzen Restsonntag auf dem Sofa. Ich nahm mir mein neues, altes, bei rebuy für ca. 2 Euro erstandenes Vollwertkochbuch vor und schwelgte in Erinnerungen...
 
Es ist nämlich so, dass ich, als meine Kinder noch klein waren, immer sehr vollwertig gekocht und gebacken habe... dazu gebracht hat mich meine damalige Freundin Isa. Sie wohnte mit ihren beiden Kindern nur ein Haus weiter, und so kochten wir oft abwechselnd für 2 Mütter und 5 Kinder. Ich erinnere mich an Pfannkuchenberge, natürlich mit Vollkornmehl gebacken... davon konnten die Kids gar nicht genug bekommen. Pfannkuchen wurden mit Spinat, Tomate und Käse solange aufeinander geschichtet, bis ein genügend hoher Berg entstanden war, damit alle satt wurden. Oder liebevoll gemachte Hirsekuchen, Frischkornbrei, Falafel und Brot.... ach ja. Naja, ich schweife ab. Der Leitfaden damals waren für mich die ansprechend gestalteten Bücher von Barbara Rütting. Neben leckeren Rezepten, schönen Bildern und netten Anekdoten gibt es in diesen Büchern auch sehr viel Lehrreiches über Lebensmittel. Ja, und beim Stöbern durch die Gebrauchtbücher stieß ich auf eben jene, die mir irgendwann im Laufe der Zeit mal durch Verleihen abhanden gekommen sind.
 
 
 








 
Ja... im Laufe der Zeit bin ich ganz davon abgekommen, habe mich den Wünschen und Vorlieben meiner Mitbewohner angepasst. Das heißt nicht, dass wir nicht gesund essen würden, meistens zumindest, aber es ist von der liebevollen und achtsamen Zubereitung, wie sie in der Vollwertküche normal ist, doch meilenweit entfernt. Allein das Anschauen dieser Bilder weckt in mir wieder den Wunsch, mich vollwertiger zu ernähren. Vielleicht findet sich ja das eine oder andere Gericht, dass wir Beide mögen.....
 
edit; Ein Kaffeefleck auf meinen Bildern!!! Da siehstes mal.... ich brauche eine neue Brille! Ich schwöre, ich habe den Fleck beim Fotografieren nicht mal gesehen!!! Aber nun ist er ja virtuell verwischt... geht alles heutzutage!!! :)
 

Donnerstag, 9. Oktober 2014

*doublechocolatesurelysugarshockproof

Mit einer großen Tasse doublechocolatesurelysugarshockproof mit laktose- und somit bauchwehfreier Milch zubereitetem Kakao begebe ich mich nun träge an meinen ersten Urlaubspost!

Zeit für mich! Und ein paar Tage, um alle Viere von sich zu strecken und abzuschalten. Die brauchte ich auch unbedingt, da ich den Hickhack um Zuständigkeiten und Finanzierbarkeiten, das gestresste Miteinander durch zu viel Arbeit auf zu wenigen Rücken, die Sorge um diverse Besonderheiten und Auffälligkeiten bei einigen meiner Schützlinge und das damit verbundene Procedere von Information, Protokollierung und Gesprächen bis Oberkante Unterlippe hatte.

So genieße ich jetzt bewusst ein paar aktionsfreie Tage und freue mich an der Ruhe, die Kätzlein und ich miteinander erleben. Mein Mann hat mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt und aus einem Raspberry ein Mediacenter gebaut, steuerbar per tablet pc. Und so sitzen wir hier, werkeln ein wenig vor uns hin... naja, ich werkele, sie döst, und freuen uns über schöne, erhebende Musik via Internetradio.

 

 
 
Ok, das mit dem Kissen und dem Zudecken ist wahrscheinlich ein bisschen übertrieben, aber wenn sie's doch will? Ich weiß genau, dass einige andere Dosenöffner jetzt beflissentlich mit dem Kopf nicken! Gebt's zu, ihr kennt das auch!!
 
Gewerkelt habe ich auch wieder, bzw. ich bin noch dabei. Der >>> Möbius<<<< *grmpf ... ist abgenadelt. Ich bin sicher, 100 %ig sicher, dass der erste aller Möbiusschals genau so entstanden ist! Aus einer wolltechnischen Verschlingung, einer Masche auf Abwegen,... aus Unaufmerksamkeit. ;)
 

 
Die Wolle finde ich so wunderschön! Satte, leuchtende Herbstfarben. Es ist zwar ein Acrylgarn, aber es fühlt sich gut an. Wusstet ihr, dass es einen Shop im Netz gibt, der türkische, schöne Wolle verkauft? Unschlagbares Preis- Leistungsverhältnis! Und da ich jetzt noch sehr viel davon habe, ziert meine Stricknadeln nun ein angefangener Kaputzenschal. Davon habe ich ein Zählmuster, das muss klappen. Ist ja auch nix zum Verdrehen oder so dran...theoretisch....
 
Zudem häkele ich gerade ein paar Baumwollhandstulpen für mich. War mal so ein Versuch, sehen aber ganz niedlich aus, finde ich.... die werden wohl heute fertig werden, und so, wie sich das Wetter hier gestaltet, ist das keine Minute zu früh!



 
 
 
Da guckt noch ein vorwitziges Fädchen raus, muss noch vernäht werden. Die Farben sehen in Echt nicht ganz so nach Stützmanschette aus, sondern ich finde, dass das helle Grau sich gut macht mit dem etwas pudrigen Türkis.
Auf dem letzten Bild sieht man übrigens auch sehr schön, dass ich eine durchgefleckte Beinaherothaarige bin.
 
Ja, das ist, was ich im Moment so tue....
 
Beim Müßiggang und beim Klang schöner Musik kommen oft Erinnerungsbruchstücke hoch. Ich muss viel an meine Mama denken, die 2011 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Und ich merke, dass ich da noch nicht ganz durch bin. Wenn einen diese Gedanken unerwartet anspringen, ist es so unvorstellbar, dass dieser Mensch, der eigentlich immer irgendwie erreichbar war, nun einfach nicht mehr da ist! Ausradiert. Neben einer noch großen Traurigkeit, beherrschbar, gelingt es mir nun immer öfter, mich an Erinnerungen zu erfreuen. Die Tränen, die dann manchmal fließen, tuen nicht ganz so weh, sondern haben etwas Heilendes. Aber dieses: Die Zeit heilt alles! ist Quatsch. Ist alles nur unter Schichten aktuellerer Gedankengeflechte verborgen.
 
Ich komme nicht umhin darüber nachzudenken, dass auch meine Kinder eines Tages mit diesem Verlust konfrontiert werden. Sie werden sicherlich traurig sein, aber ihnen werde ich sagen, dass sie sich gefälligst freuen sollen an ihren Leben und in Erinnerung an all den Klamauk, den wir zusammen verzapft haben, kaputt lachen! Manchmal habe ich so Anwandlungen und überlege, ihnen ein Album zusammenzustellen mit unseren Erlebnissen, meinen Erinnerungen an unser gemeinsames Leben, ein paar Weisheiten, die ich unbedingt noch anbringen will, wo mich dann das Augenrollen nicht mehr stört ( vielleicht/ hoffentlich sind sie dann raus aus dem Augenrollalter haha)..... Ermutigungen und viele lustige, kleine Dinge.
 
Denkt man über Sowas nach? Denkt ihr über sowas nach?