Montag, 20. Oktober 2014

Eine Fritte mit Andalouse!

Wenn die Überquerung der holländischen Grenze mich schon in Urlaubsstimmung bringt, dann trifft das noch mal verstärkt auf einen Besuch im belgischen Nachbarland zu! Fahr über die Grenze, und du meinst, du wärest in Frankreich! Dörflich, romantisch, altmodisch, manchmal mittelalterlich und anheimelnd muten die kleineren Städtchen an...zwischendrin viel Grün, große Weiden und Felder. Der frankophile Mensch fühlt sich dort wohl, zumal direkt hinter der Grenze französisch gesprochen wird.


Kleiner Exkurs: Der Süden Belgiens ist mit den Wallonen französisches Sprachgebiet, der Norden, dort leben die Flamen, niederländisches, und der Osten eher deutschsprachig. Das Land mit seinen ca. 11 Millionen Einwohnern wird regiert von einer konstitutionellen Erbmonarchie, das bedeutet, die Macht des Monarchen ist durch eine Verfassung eingeschränkt. Der belgische Bundesstaat setzt sich aus drei politischen Gemeinschaften zusammen, der deutschen, der französischen und der flämischen Gemeinschaft.

 

Kommt man in die etwas größeren Städte, so erlebt man, dass die drei Amtssprachen wie selbstverständlich nebeneinander genutzt werden, Hinweisschilder, Straßennamen und ähnliches sind oft in allen drei Sprachen verfasst.

So gern wollte ich mal wieder einen Abstecher dort hin machen! Und, da der Mann nicht so sehr davon fasziniert ist durch altertümliche Städtchen zu flanieren, musste ein Lockmittel her! Was eignet sich da besser als die hochgelobten, weltbesten belgischen Pommes Frites, im normalen Sprachgebrauch einfach "ne Fritte" genannt. Um diese Fritten kursieren im Grenzgebiet die kuriosesten Vermutungen. Von "Braten in Wagenfett" ist da die Rede! Von Geheimrezepturen und anderen kruden Ideen.

 
Ganz egal, die Belgier als Erfinder dieser Köstlichkeit verstehen sich auf das Fritieren der Kartoffelstäbchen wie sonst keiner. Mit der richtigen Temperatur und frischem Fett zubereitet sind sie ein richtiger Gaumenschmaus! Eine Schale Fritten in einer guten belgischen Frittenbude ziehe ich so manchem Restaurantbesuch vor! Und da wir das wirklich selten machen, fürchte ich die bösen Transfettsäuren nicht.
Ich bestelle meine Portion immer mit einer scharfen Mayonnaise, genannt Andalouse!




So sind wir also losgezogen gen Eupen, welches ca. 40 km von uns entfernt ist. "Auf der Suche nach einer Frittenbude" (hihi) sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben uns die wunderschönen Häuser und Läden, die Gassen und die Menschen angeschaut. Auch in Belgien kommt es mir so vor, als würden die Uhren langsamer laufen, die Zeit langsamer vergehen, Alles erscheint viel gemütlicher, die vielersehnte Entschleunigung scheint es doch zu geben...

 
 

 

 


Und nach einem wundervollen, sonnigen Herbsttag mit Augen- und Gaumenschmaus fuhren wir zufrieden wieder nach Hause. Was haben wir es doch gut! Und wären wir ein wenig früher losgefahren, hätten uns ein bisschen besser vorbereitet, wir wären spontan bis zur Nordsee durchgefahren.... Sind ja nur knapp 2 h Fahrzeit bis dorthin.





 
....und als wäre dies alles nicht schon genug, habe ich am Ende des Tages Gold gefunden......

 
Nachtrag: Das Goldblatt schicke ich zu Blickdienstag bei der Kruemelmonster AG!




Kommentare:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

herzlichen Dank für deinen ansprechenden Post.
Alles Liebe
Elisabeth

stines zuhause hat gesagt…

Hallo Gabi,
ganz neu bei dir auf dem Blog...bin ich im Gegensatz zu deinem Mann froh wenn ich altertümliche Städtchen sehe. Nun hier deine Fotos. Wohne ja selbst in einem altertümlichen Städtchen. Woooobeiiiii, die Pommes hätten mir wohl auch geschmeckt.
Liebe Grüße von Stine

mme ulma hat gesagt…

das klingt ganz wunderbar alles — so sehr, dass sogar ich ein frittchen probieren würde.