Samstag, 18. Oktober 2014

In heaven..... Blicke vom Balkon!

Ich liebe es, des Abends von unserem Balkon aus Richtung Wald zu schauen. Man sieht die Baumwipfel verschiedenster Laub- und auch einiger großer Nadelbäume.
Meinen Blick so über den abendlichen Himmel schweifen zu lassen, hat etwas Tröstliches für mich. Ich erinnere mich daran, dass ich dies schon als kleines Mädchen immer gern tat.

Damals war der Mond noch der Mond, ein guter Begleiter am Abend und in der Nacht, ein zuverlässiger Freund, der das Dunkel erhellt. Ich liebte Kinderlieder und Gedichte, die den Sternen und dem Mond gewidmet sind. Meine Martinslaternen waren meist von einem intensiven Dunkelblau, geschmückt mit den schönsten Himmelskörpern....

 
Wen wundert es, dass ich im Laufe der Zeit, mit zunehmendem Verstand, eine Vorliebe für die Astronomie entwickelte. Nun ist der Mond nicht mehr der gute, alte Mond aus Liedern und Gedichten, sondern ein Erdtrabant, welcher mit einem Durchmesser von 3476 km die Erde in zyklischen Abständen umkreist.

 
Eine Sternschnuppe löst in mir nicht mehr diese kindliche Verzückung aus, diesem Naturschauspiel exklusiv beigewohnt zu haben, verbunden mit dem Glücksgefühl, mir nun Etwas wünschen zu dürfen, sondern ruft sonderbare Gedanken über Kometeneinschläge und Naturkatastrophen auf den Plan.

 
Und das Flackern der Sterne bedeutet nicht, dass sie mir vertraulich zublinken, sondern erklärt sich selbstredend über das Phänomen der Szintillation, begründet in der Lichtbrechung durch die Erdatmosphäre.


Wissen und Verstehen ist toll. Aber wie schön war doch die alte Geborgenheit des kindlichen Unwissens, das "sich behütet fühlen" durch die Regelmäßigkeit dieser natürlichen Abläufe, der angst- und unwohlfreie Blick in den schönen Nachthimmel.....


Weisst du wieviel Sterne stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du wieviel Wolken gehen
weithin über alle Welt? 
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
an der ganzen großen Zahl,
an der ganzen großen Zahl. 
 
Weißt du wieviel Mücklein spielen
in der hellen Sonnenglut?
Wieviel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott, der Herr, rief sie mit Namen,
daß sie all' ins Leben kamen
Daß sie nun so fröhlich sind
Daß sie nun so fröhlich sind.
 
Weißt du wieviel Kinder schlafen,
heute nacht im Bettelein?
Weißt du wieviel Träume kommen
zu den müden Kinderlein?
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
daß ihm auch nicht eines fehlet,
kennt auch dich und hat dich lieb,
kennt auch dich und hat dich lieb.
 
Weißt du, wieviel Kinder frühe
stehn aus ihrem Bettlein auf,
Daß sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen,
Kennt auch dich und hat dich lieb.
Kennt auch dich und hat dich lieb.


...und ab damit zur Raumfee Katja. Sie sammelt jeden Samstag schöne Himmelsbilder! Danke dafür!

Kommentare:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

wunderschön. Das Lied ist ergreifend.
Sonnige Grüße
Elisabeth

mme ulma hat gesagt…

ein wenig wie beim lesen ist das; es hatte doch auch etwas anheimelndes, einfach nur sonderbare gebilde in aneinandergereihten buchstaben zu sehen.

Pyrgus hat gesagt…

Das finde ich auch, Elisabeth. Immer noch wunderschön! Ulma das sah ich glaub ich nicht... aber ich weiß noch, dass allen Zahlen Farben und Töne zugeordnet waren... wie nennt man das noch? Synästhesie glaub ich.
Lieben Gruß!