Donnerstag, 1. Januar 2015

Gedanken zum neuen Jahr....

Hallo 2015!

Ganz interessant, dass so viele Menschen für das neue Jahr den Wunsch nach Entschleunigung, Vereinfachung, nach echtem Leben ausgesprochen haben. Auf vielen Blogs liest man davon, und auch in Gesprächen von Mensch zu Mensch hört man von dieser Sehnsucht, alles wieder ein bisschen echter, lebensnaher, zu gestalten, weniger dem Trend und den Vorgaben hinterherzulaufen, sondern authentischer im eigenen Hier und Jetzt leben zu wollen.

Auch in mir ist da ein großer Wunsch, ein Drängen nach Veränderung. Nach Optimierung, downshifting, nach Besinnung auf die Dinge, die wirklich von Wert sind im Leben.

Wie kommt das? Ist es die Antwort auf die Überflutung mit allem, was das Herz begehrt? Orientierungslosigkeit und Wertverfall im Geistigen wie im Materiellen scheint die Folge dieser Überschwemmung zu sein....

Ich sehe immer mehr, was ich alles nicht brauche, um glücklich zu sein. Und es kristallisiert sich heraus, was wirklich wichtig ist. Zum Begriff "downshifting" habe ich einen interessanten Artikel bei Wikipedia gefunden, hier ein Auszug daraus:

***

"....Viele Menschen, die ein Einfaches Leben begonnen haben, berichten von einem starken Bedürfnis, ihr bisheriges Leben neu zu ordnen, um eine größere innere Erfüllung zu erlangen. Die Motivation dazu kann aus innerer Unzufriedenheit entstehen – hervorgerufen beispielsweise durch das Gefühl, ständig überlastet oder nicht „bei sich selbst“ zu sein – oder aber aus äußeren Umständen erwachsen, häufig zum Beginn einer neuen Lebensphase, eingeleitet beispielsweise durch die Gründung einer Familie oder krisenhafte Einschnitte, die – oft mit schmerzlichen Verlusten einhergehend – eine Neubewertung materieller und immaterieller Werte nach sich ziehen. In vielen Fällen ist dabei die „Entrümpelung“ des eigenen Lebensumfeldes und dessen einfachere Organisation ein grundlegender erster Schritt. Ein weiterer wichtiger Punkt kann eine stärkere Konzentration auf eine unkomplizierte, naturnahe, auf sich und die Menschen im nächsten Umfeld bezogene Lebensweise sein, bei der Eigenleistungen im Sinne einer Selbstversorgung gegenüber Fremdleistungen deutlich in den Vordergrund rücken. Dies betrifft vor allem die Bereiche Ernährung (Gartenbau, selber Kochen, mit Hang zum Vegetarismus/Veganismus) und Handwerk (Tischlern, Klempnern, Maurerarbeiten und Kunsthandwerk), seltener Bekleidung und Energieversorgung. Im Sinne der Ressourcenschonung, der Abfallvermeidung, der Energieeinsparung, der Reduzierung des eigenen ökologischen Fußabdrucks, der Wiederverwertung und der Kreislaufwirtschaft sowie als Kulturgut werden Second-Hand-Produkte und Altbausubstanz wertgeschätzt. Weiterhin werden die häuslichen Einsparpotenziale, z. B. bei Wasser, Strom, Energie und Entsorgung, bewusster genutzt. Nicht selten geht mit der Umstellung der Wertesysteme auch eine spirituelle Neuorientierung einher, oftmals in Annäherung an fernöstliche Philosophien wie den Buddhismus oder Daoismus...."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Einfaches_Leben

Liegt das am Alter? Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass nur eine bestimmte Altersgruppe davon betroffen ist....

Was sind die Folgen, wenn tatsächlich so eine Art großflächiges Umdenken stattfindet? Wird alles besser werden? Was passiert mit der Wirtschaft, was passiert, wenn asiatische Billigprodukte nicht mehr gekauft werden?
Mir fehlt das Wissen zum Thema. Ein paar Lerneinheiten Volkswirtschaftslehre reichen da nicht aus. Aber ich werde den Trend mal aufmerksam beobachten, und ich für meinen Teil bin dabei. Ganz konkret mit Ausmisten von Haushaltsartikeln, Kleidung und schlechten Beziehungen. Mit verbessern von Ernährungsgewohnheiten und kostbaren Beziehungen. Mit dem bewussten Genuss von Allem schönen, was die Natur zu bieten hat. Mit aufmerksamen Einkaufen. Mit Liebe und Achtsamkeit für die, die ich liebe und für mich selbst. Das habe ich ja im letzten Jahr schon mehr oder weniger unbewusst begonnen,  und es fühlt sich gut an. Mal sehen, wie es weitergeht!

Spannende Zeiten..... vielleicht folgt auf die Zeit des großen Egoismus ja nun eine Zeit der Menschlichkeit, des Miteinanders.



Frauchen schwafelt schon wieder.... soll mich lieber streicheln. Sie könnte so viel von mir lernen.........

1 Kommentar:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

ich wünsche dir weiterhin diesen Elan.
Dann geht es aufwärts.

Alles Liebe und Gute
Elisabeth