Sonntag, 28. Juni 2015

In Heaven- märchenhafte Aussicht!

Heute mal ein Himmelsbild direkt aus dem Wohnzimmerfenster. Man schaut gerade aus und sieht grün, man schaut nach rechts, auch dort grün, soweit das Auge reicht. Schaut man aber nach links, blickt man direkt auf die frühmittelalterliche Burg Rode. Was das für einen Burgen-, Schlösser und Mittelalterfan wie mich bedeutet, das kann man sich vorstellen. 



1104 wurde Herzogenrath erstmals urkundlich erwähnt in den Annales Rodenses des Klosters Rolduc als Burgsiedlung der Grafen von Saffenberg „Castrensis Viculis“. Die Burg ist Grenzfestung und Zollburg in einem. Sie kam durch Heirat der Mathilda von Saffenberg 1136 als Mitgift zum Herzogtum Limburg. Das Wurmufer bildete nicht nur Reichs-, sondern auch die Bistumsgrenze. So gehört das Gebiet des burgseitigen Wurmufers um 1136 beispielsweise zum Bistum Lüttich, während die Pfarrei Afden in der Unterstadt zum Erzbistum Köln gehörte. An Herzogenrath vorbei verlief in Höhe des heutigen Rathauses in römischer Zeit die Via Belgica, welche schnell zu einer wichtigen Handelsstraße wurde. Diese verlief von Köln aus kommend über Herzogenrath, Heerlen, Maastricht, Tongeren bis Boulogne sur Mèr bzw. Amiens. Im frühen Mittelalter wurde die alte Trassenführung über Übach-Palenberg jedoch aufgegeben und stattdessen durch Herzogenrath umgeleitet.
Wie wichtig die Zollstelle in Herzogenrath war, kann man an zwei Faktoren erkennen: Zum einen wurde die Abtei Rolduc, die unmittelbar neben der Festung Rode liegt, Stammkirche der Herzöge von Limburg, zum anderen existieren heute noch Steuerlisten des Reiches Brabant, die Auskunft über Einnahmen aus dem Reich geben. Diese zeigen auch, dass in Herzogenrath über 3300 Goldgulden pro Jahr gemacht wurden, was die übrigen Zollstellen des Landes um mehr als das zehnfache überschritt.



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Hier noch ein link zur offiziellen Homepage der Burg: Klick


Es folgen noch bessere Fotos, wenn ich wieder über, sagen wir, geeignete Arbeitsmodalitäten verfüge. Will heißen, die Möbel sind immer noch nicht da, kommen aber nun endlich bald. Das Warten hat ein Ende! Ich kann euch jetzt viel erzählen über meinen erzwungenen Selbstversuch mit totem Fertigessen und noch toterem Brotaufstrich, darüber, wie lange manche Lebensmittel wirklich ohne Kühlschrank haltbar sind. Miese Erfahrung. Muss ich nicht mehr haben. Was aus meiner Küche fortan rigoros verbannt sein wird ist Schmelzkäse, Dosenravioli und Eintellermahlzeiten.

Und damit nun ab zu Katja Raumfee und ihrer tollen "in Heaven" Aktion. 

1 Kommentar:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

ich begleite dich gern bei dieser schönen Aktion.
Sonnige Sonntagsgrüße
Elisabeth