Samstag, 18. Juli 2015

In Heaven - durch Aachen geschlendert.

Endlich Urlaub. 3 schöne, aber wirklich anstrengende Ferienbetreuungswochen liegen nun hinter mir, und Urlaub ist jetzt so was von nötig! Wir bleiben zu Hause, ist ja noch Einiges zu tun in der neuen Wohnung, aber ich nehme mir vor, mich nicht, aber auch gar nicht vom kleinen Mann im Ohr triezen und treiben zu lassen: "Was ist mit der Wäsche?" "Du musst noch in den Garten, das Unkraut wuchert!!" "Hier muss aber auch mal wieder gesaugt werden!" Kennt ihr, ne? Daher gleich die Botschaft an dich, du kleiner, garstiger, quälender Kobold: Ich habe Urlaub! Ich mach, was ich will und wie ich es will!
So. Das war deutlich!:)

Heute haben wir die Gelegenheit genutzt und sind bei nicht ganz so heißem Wetter mal wieder durch Aachen geschlendert. Natürlich auch am Dom vorbei, und ich dachte mir, wenigstens ein paar Bilder kann ich ja schon mal machen. Natürlich nichts für eine ausführliche, virtuelle Führung, aber sowas spare ich mir für kalte Zeiten auf, wenn das Arbeiten am warmen Computer erquicklicher ist.

Aber dennoch, die Bilder sind schön für Katja Raumfees "in heaven" Aktion. Der blaue Himmel hinter dem alten, grauen Mauerwerk gibt ein sehr schönes Bild.

Statt Fakten und Zahlen folgt den Bildern also zunächst mal die Aachener Dom Sage.



Wochenmarkt vor der Matthiaskapelle 

Westansicht

Viele Sagen ranken sich um Aachen und Umgebung. Und nicht wenige haben mit dem Teufel, dem "Düvel" zu tun. Zum Aachener Dom gibt es eine besonders gruselige:



Karl der Große wollte in seinem Hauptsitz Aachen die größte und schönste Kirche bauen, die man nördlich der Alpen je gesehen hatte. Er bestellte die geschicktesten Handwerker und die besten Materialien nach Aachen, und die Arbeiten kamen zunächst gut voran. Dann aber zog Kaiser Karl in den Krieg gegen die Sachsen und beauftragte den Stadtrat, die weiteren Bauarbeiten zu überwachen.

Es kam, wie es kommen musste: Der Stadt ging das Geld aus, denn Dombau und Krieg waren teuer. Die Stadtväter waren ratlos – woher sollten sie das Geld nehmen, um den Dom fertig zu bauen? Müssten sie es sich gar vom Teufel persönlich leihen? Und tatsächlich: Auf der nächsten Ratssitzung erschien ein feiner, unbekannter Herr und bot den Aachenern das nötige Geld. Nur eine kleine Gegenleistung forderte er dafür: Die erste Seele, die den fertigen Dom betreten würde, sollte ihm gehören.

Bei diesen Worten wurden die Herren ganz blass, denn sie hatten offensichtlich ein Angebot des Teufels bekommen! Doch was blieb ihnen anderes übrig, als es anzunehmen? Mit dem Teufelsgold schafften sie das Wunder: Als Karl der Große nach Aachen zurück kam, war seine prächtige Kirche fertig. Der Kaiser war stolz auf den Stadtrat, doch der hatte längst andere Sorgen: Denn die Seele, die der Teufel für sein Geld bekommen sollte, war die von Papst Leo III. Er würde als ranghöchster Geistlicher als erster die Kirche betreten, um sie zu weihen.

Das war unvorstellbar! In letzter Minute hatte ein schlauer Mönch die rettende Idee: Wo stand denn geschrieben, dass es sich um eine menschliche Seele handeln müsste? Kurzentschlossen jagten die Aachener vor der Weihe einen Wolf in den Dom. Der Teufel lauerte bereits hinter der Tür in der dunklen Kirche, stürzte sich gleich gierig auf den ersten Besucher und riss ihm blindlings die Seele aus dem Leib.

Als er seinen Irrtum bemerkte, wurde er sehr zornig. Wutentbrannt stürzte er aus dem Münster und schlug das schwere Portal so fest hinter sich zu, dass es einen Riss bekam und dem Teufel einen Daumen abquetschte. Der Finger fiel in den Türknauf, wo man ihn – inzwischen eisenhart geworden - noch heute fühlen kann. Im Vorraum des Doms erinnern zwei Bronzefiguren an den Wolf und seine Seele.


Unzählige Besucher haben den "Finger im Türknauf" schon erfühlt. Phantasie haben sie, die Öcher :)

Kommentare:

Elisabeth Palzkill hat gesagt…

Liebe Gabi,

von meinem Besuch bei dir,
bleiben sonnige Grüße hier.

Elisabeth

Astrid Ka hat gesagt…

Das letzte Mal im Dezember gesehen, da erfreut so ein Sommerbick!
Liebe Grüße aus der Nachbarschaft!
Astrid

Pyrgus hat gesagt…

Oh, liebe Grüße zurück, das freut mich! Herzlich willkommen hier!
Gabi