Freitag, 16. Juni 2017

Bye bye, Umweltferkel!

Ja, ich meine mich! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich immer noch zu oft zu Plastiktüten greife. Bequemlichkeit, Gewohnheit, einfach nicht realisiert, was es eigentlich bedeutet, eine von denen zu sein, die den Planeten mehr als nötig mitverschandeln.

Ich will mich bessern. Da gibt es noch viel zu tun, aber in einigen Dingen habe ich schon Fortschritte erzielt. Das Einkaufsverhalten bei Kleidung und Dingen des täglichen Lebens ist achtsamer geworden, am Thema Lebensmittel arbeite ich noch. Auch bei Reinigungsmitteln und Kosmetika habe ich mich auf Artikel festgelegt, die man nach bestem Wissen und Gewissen kaufen kann. Ich muss nicht mehr alle Nasen lang was Neues ausprobieren. 

Naja, aber das Thema Tüten. Ich weiß gar nicht, warum ich da so nachlässig bin.... vielleicht, weil es sich potenziert? Mein Mann ist auch so einer. Genau, es ist wahrscheinlich seine Schuld! Wenn er die Tüten beim Einkauf auf das Band legt, kann ich sie ja wohl schlecht wieder zurück legen....

Mist, der Selbstbetrug funktioniert nicht. Also muss ich auch hier ran! Und ich möchte es ja auch. Ich weiß schon, dass ich ein Mensch bin, der nicht von heute auf morgen alles umstellen kann, sondern nach und nach. In Schritten. Auf diese Art ändere ich meine Kleidungssituation ( Thema aktuell, da ich immer noch auswechseln muss gegen kleinere Größen) << das wollte ich schon immer mal schreiben, lasst mich!
... und alles Andere, was Änderung nötig hat.

Ein erster Schritt zur Vermeidung von Plastiktüten ist der Kauf einer Tasche aus Biobaumwolle. Ich habe bei, wie wir sagen, ClamottenAnton, einige Blusen im Sale erstanden und sah die Tasche hinter der Kasse. Sie gefiel mir gut und ich nahm sie mit. ANSTELLE EINER TÜTE! 
Und zu Hause pimpte ich sie mir noch ein wenig auf, denn ich habe gemerkt, dass ich mit Herzblut eigentlich nur an den Dingen hänge, an denen ich selbst gearbeitet habe. Nun, auch dieses Meisterwerk bekommt einen Platz in meiner Sammlung: Perfekt Imperfekt! Aber so gefällt sie mir! Mit der gehäkelten Blume über dem Markenzeichen ist die Tasche jetzt " was Eigenes". 

... erst wollte ich die eine Zacke wieder lösen und korrekt annähen, aber dann gefiel es mir irgendwie so....





Naja, ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein großer, weiterer Schritt für mich auf dem Weg zur Vernunft. Denn wenn man bedenkt, dass jedes Jahr rund 9 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle im Meer landen, die dazu führen, dass jährlich hundertausende Meerestiere elendig verenden müssen, ganz zu schweigen von den unzähligen Seevögeln, dann erscheint so ein Leichtsinn, wie ich ihn an den Tag lege, unglaublich. Tiere verheddern sich in Tüten, Folien oder Bändern und werden, wenn sie wachsen nach und nach elendig stranguliert, kleinste Kunststoffteilchen aus Kosmetika und Zahnpasta verstopfen die Mägen mit der Zeit. Ich verlinke hier einen lesenswerten Artikel, dessen letzter Satz mich sehr betroffen gemacht hat:


Dieser Blogpost passt  zur tollen Aktion von Rostrose: A new life! Ihr seht den link auch in meiner Seitenleiste. Traude macht sich sehr viel Mühe, aufzuzeigen, wo wir uns als Gäste auf diesem Planeten besser verhalten können. Danke dafür!

Kommentare:

Helma Ziggenheimer hat gesagt…

Liebe Gabi, schon vor einiger Zeit bin ich auf genau dieselben Gedanken gekommen - und ob die Schritte nun klein sind oder nicht, ich finde ja, entscheidend ist, dass man überhaupt erst mal welche geht.
Plastiktüten kaufen wir schon länger keine mehr - meist haben wir ohnehin eine eigene Tasche dabei und bei größeren Einkäufen auch unseren Korb etc.
Nun bin ich ja leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und gestehe, dass ich mir sehr lange eher keine Gedanken um die Entsorgung des Coffee to go-Bechers machte. Bis ich einen entsprechenden Artikel bei FB las und beschämt feststellen musste, dass ich hier zu denselben Umweltsündern gehörte. Alsdann schlich ich eine Weile um die wundervoll verzierten "Mehrwegbecher" der Grafikwerkstatt Bielefeld herum und dachte dann "Wenn der Mann mich wirklich gut kennt, schenkt er mir so einen Becher zum Geburtstag".
Wer hat mir diesen dann geschenkt? Mein Sohn :) Ich habe vor Freude echt getanzt - vor allem, weils gleich zwei waren. Er meinte dann noch, man bekäme wohl bei manchen Kaffeeverkäufern Rabatt, aber ich sagte, das sei mir gar nicht wichtig. Wichtig sei mir das Eindämmen von Abfall etc.

Kennst Du eigentlich "Wall-E - der letzte räumt die Erde auf"? Kann ich nur sehr empfehlen, diesen Trickfilm. Niedlich gemacht und der Erwachsene weiß trotzdem, worauf der Film hinaus will...

Irmtraud Kesselring hat gesagt…

Liebe Gabi,
es ist ja auch so leicht, mal eben eine Plastiktüte zu greifen.
Ich habe nun einige Baumwollbeutel in den Kofferraum gelegt. Und
ich lasse sie nach dem Auspacken nicht liegen, sondern nehme sie
sofort wieder mit ins Auto. Mal sehen, ob es anhält.
Ansonsten achte ich bei der Ernährung und auch bei Kleidung vermehrt
auf heimische Ware. Die Trends mache ich nicht mit.
Einen schönen Start ins Wochenende wünscht dir
Irmi

Pyrgus hat gesagt…

Liebe Helma,
das mit den Kaffeebechern ist auch so ein Ding. Mittlerweile halte ich es so, dass ich mir wenn nötig einen Kaffee im Thermobecher von zu Hause mitnehme. Ich hab mal hochgerechnet.... mind. 2,00€ pro Becher bei rund 10 Bechern im Monat ist schon ne Menge Geld. Und so sehr ich das Flair und den Geruch von Starbucks etc auch liebe, das muss nicht sein. Wall-E wollte ich schon lange mal sehen, wusste aber nicht, dass das Thema des Filmes Umweltverschmutzung ist. Jetzt ist er in der Playlist.

Liebe Irmi,
ja, die Trends mache ich auch nicht mit. Bzw. versuche ich die Dinge zu ändern, die mir sinnvoll erscheinen. Da ist die Sache mit dem Fleisch. Ganz ohne geht noch nicht, aber Biofleisch vom Biometzger ist mir einfach zu teuer. Ich hoffe, ich schaffe es mal, auch Hähnchenabstinent zu werden :)
Das mit den Tüten im Kofferraum probiere ich immer wieder, manchmal klappts, manchmal stehen wir wieder ohne da. Dazu muss ich sagen, dass wir einen Firmenwagen privat nutzen, da darf dann tagsüber nix Artfremdes drinliegen :). Aber ich finde bestimmt eine andere Lösung... am Besten packe ich mir einige Taschen in meine Handtasche. Groß genug ist sie, und wenn ich einiges von dem ganzen anderen unnützen Kram rauswerfe, dann geht es :)
Lieben Gruß
Gabi